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Mentale Gesundheit - Erhalt und Förderung von Funktions- und Arbeitsfähigkeit als neue Führungsaufgabe

Wie wichtig mentale Gesundheit im klinischen Alltag ist, wird für jeden Arbeitgeber im Gesundheitswesen deutlich, wenn man die Auswirkungen analysiert, die mentale Probleme von Mitarbeitenden mit sich bringen. Nicht nur der gesundheitlich bedingte Arbeitsausfall von Mitarbeitenden bedeutet eine finanzielle Mehrbelastung für das Unternehmen, sondern auch der Anstieg von Fehlerquoten, wodurch Mitarbeiter unzufriedener werden, und die Fluktuation steigt. Gesunde Gründe also, sich mit der unternehmensinternen Förderung der mentalen Gesundheit auseinanderzusetzen.

In den letzten Jahren, in der Pandemiezeit, wurde das Thema der mentalen Gesundheit mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Mentale Gesundheit wird zum Baustein für den Erfolg eines Unternehmens und ist endlich aus dem Schatten der körperlichen Gesundheit getreten (die zweifelsohne ebenso wichtig ist).

Mentale Gesundheit: Was ist das?

Als mental oder psychisch gesund wird ein Zustand des Wohlbefindens definiert, in dem eine Person ihre Fähigkeiten vollkommen ausschöpfen kann. Gewöhnliche Lebensbelastungen können Menschen, die mental gesund, problemlos bewältigen und somit einen produktiven Beitrag am Arbeitsplatz, im Team und in der Gemeinschaft generell leisten. Der Zustand unserer mentalen Gesundheit prägt also unsere Psyche und wirkt sich auf unser Handeln und - daraus folgend – auf unsere Performance im Arbeitsalltag aus. Damit ist die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden eine wertvolle Quelle von Humankapital und trägt ganz erheblich zum Erfolg Ihres Unternehmens bei.

Mental gesund oder nicht: Die Auswirkungen

Die Anzahl der Menschen, die mental erkrankt sind, ist seit der Covid-Pandemie höher als je zuvor. Vor allem Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen nahmen in den letzten zwei Jahren deutlich zu. Während im Jahr 2017 knapp 3,4% der Weltbevölkerung an Depressionen und rund 3,7% an Angststörungen litt, stiegen die Werte durch die Pandemie auf 28, bzw. 27%. Diese Zahlen zeigen: Mentale Gesundheit betrifft immer mehr die ökonomische Zielerreichung. Eine gute psychische Gesundheit ist die Basis, um sich zunächst um sich selbst kümmern zu können, um dann im Team zu performen und schließlich mit anderen Menschen erfolgreich interagieren zu können.

Negativ kann die Gesundheit eines Arbeitnehmers beeinflusst werden, wenn die aus umfangreichen Anforderungen bestehende, modernverdichtete Arbeitswelt zum Beispiel Gefühle von Überforderung oder Entfremdung erzeugt. Zu einer solchen Arbeitsverdichtung haben in den vergangenen Jahren Kostendämpfungsmaßnahmen bei gleichzeitig steigenden Patientenzahlen geführt. So sind die Beschäftigten im Krankenhaus heute vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Dennoch fehlt in den meisten deutschen Krankenhäusern ein systematisiertes Betriebliches Gesundheitsmanagement. Eine Studie der WHO zeigt, dass mangelnde mentale Gesundheit direkten Einfluss auf das gesamte Arbeitsverhalten, von einer eingeschränkten Einsatzbereitschaft über fehlende Motivation und Konzentrationsfähigkeit bis hin zu physischen gesundheitlichen Folgen, hat. Der Ausfall gut eingearbeiteter Fachkräfte kann für Unternehmen demnach teuer werden. Wenn man die entsprechende Erhebung der WHO auf eine Gesundheitseinrichtung mit 1.000 Mitarbeitern herunterbricht, sind das über 200Teammitglieder, die mental nicht gesund sind und dadurch ihre Einsatzfähigkeit beeinträchtigt ist. Bezieht man in diese Analyse den ohnehin bereits eklatanten Fachkräftemangel mit ein, wird die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden zu einemwesentlichen ökonomischen Erfolgsfaktor Ihrer Einrichtung.

Was kann ein Unternehmen also dafür tun, dass es seinen Mitarbeitern gut geht und es eben nicht zu Arbeitsausfällen, Qualitätsminderung und Mitarbeiterfluktuation kommt?

Mentale Dissonanz: Mechanismen zur Erkennung

In der heutigen Gesellschaft werden psychische Erkrankungen häufig als „Leistungsschwäche“ wahrgenommen. Infolgedessen fälltes Mitarbeitenden oft schwer, sich zu einer psychischen Erkrankung zu bekennen. Dies wirkt sich negativ auf Präventions-und Therapiemaßnahmen aus. Als Arbeitgeber ist es wichtig, Unterstützung anzubieten, da es Betroffenen häufig schwerfällt, Hilfe zu suchen und diese anzunehmen.

Insbesondere im klinischen Alltag gibt es (Stress-) Situationen, die Mitarbeitende bewältigen müssen. Kommt dazu noch eine anhaltende Überlastung, belastende Lebenssituation, negative Erfahrungen oder individuelle Veranlagung, kann der Mitarbeitende schnell aus dem psychischen Gleichgewicht geraten. In der Zusammenarbeit äußert sich das oftmals in der Veränderung des Verhaltens. Mögliche Anzeichen einer Überlastung sind vor allem:

Rückzug – Mitarbeitende ziehen sich auffallend zurück, kommunizieren weniger und wirken unsicher.

Müdigkeit - Mitarbeitende wirken ständig übermüdet und antriebslos, möglicherweise wird auch das Äußere vernachlässigt.

Geringes Arbeitstempo – Mitarbeitende erledigen die Arbeit ungewöhnlich langsam. Dadurch können Termine häufig nicht eingehalten werden.

Fehleranfälligkeit – Mitarbeitende wirken fahrig, unkonzentriert und vergesslich. Das Arbeitsergebnis ist häufig fehlerhaft.

Pessimismus – Mitarbeitende sehen alles schwarz und äußern dies auch, sie beteiligen sich jedoch nicht daran, Lösungen zu entwickeln.

Schmerzen –Mitarbeitende klagen über anhaltende körperliche Beschwerden oder Schmerzen, für die auch der behandelnde Arzt keine Erklärung findet (z. B. Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen).

Krankmeldung – Mitarbeitende melden sich häufiger krank. Führungskräfte sind hier ganz besonders gefragt, mögliche Anzeichen für psychische Belastungen zu erkennen und ihren Mitarbeitern frühzeitig Unterstützung zu signalisieren.

Wie kann mentale Gesundheiterlangt und gestärkt werden?

Mentale Gesundheit lässt sich durch folgende Faktorenentwickeln: Akzeptanz für sich selbst und die Teammitglieder schaffen, Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit durch Reflektion schärfen, Offenheit für Veränderungen und einen gesunden Optimismus fördern und die Übernahme von Verantwortung und Partizipation befähigen. Ganz pragmatisch kann Gesundheit beispielsweisedurch die Chance befördert werden, Wertschätzung für bestimmte Leistungen zu erfahren, wie z.B. die Anerkennung zur Teilnahme an überdurchschnittlich vielen Hintergrunddiensten. Gesundheit kann gefördert werden durch den Mut, kreative Ideen von Mitarbeitenden umzusetzen, wie z.B. die Etablierung eines „Großraumbüros“ für die Chefärzte durch die Mitarbeitenden einer Stabsstelle. Mentale Gesundheit kann neben diesen ganz pragmatischen Ansätzen auch systematisch durch ein Führungskräfte- oder Teamtraining (z.B. im Rahmen des BGM) gefördert werden. Das Ziel entsprechender Workshops mit den Führungskräften ist es, sie für das Thema der mentalen Gesundheit am Arbeitsplatz zu sensibilisieren. Durch Workshops zum Teamtraining wird die Basis für ein gesundes und erfolgreiches Arbeiten im Team entwickeln. Hier ist es das Ziel, Kenntnisse und Selbststeuerungsfähigkeiten des Einzelnen zu unterstützen, die Kraft der Gruppe, also die Zusammenarbeit und das gemeinsame Nachdenken über die Ausgestaltung des Arbeitsumfeldes zu stärken. Als unterstützende Instrumente dienen in den Workshops und Seminaren beispielsweise die Verhaltens- und Persönlichkeitsmodelle DiSG® und LUXXprofile. Im Rahmen dieser Teamentwicklung können sowohl im Training als auch im täglichen Miteinander wesentliche Bedingungen im Umgang mit Kollegen und Patienten in Form einer „Werte-Kultur“ etabliert werden.

Als Ergebnis der Workshops werden die Mitarbeitenden gefördert, lösungsorientiert, leistungsbereit und kreativ zu sein, um aus schwierigen Situation Schlüsse ziehen und daraus lernen zu können. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist es, die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit sowie Empathie im Team zu stärken. Im Kern geht es darum, durch bessere Zusammenarbeit Arbeitszufriedenheit und mentale Gesundheit zu stärken und damit die medizinische Qualität weiter zu erhöhen.

Lösungsansätze: Best Practice Beispiel aus dem Bonifatius Hospital Lingen

Aus Sicht der Arbeitgeber bieten sich regelmäßige Angebote, u.a. im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, zum Thema mentale Gesundheit an. Diese rücken das Themaregelmäßig in den Fokus, fördern die Akzeptanz im Unternehmen und unterstützen Mitarbeitende in (Stress-) Situationen sowie bei mentalen Problemen. Ein Krankenhaus, das als Vorbild vorangeht, ist das Bonifatius Hospital in Lingen. Mit-Initiator ist Herr Jens Eilers, Personalleiter des Krankenhausverbundes mit vier Krankenhäusern in Niedersachsen, der das Konzept „genial Lotse“ ins Leben gerufen hat. Dahinter steckt ein ausgereiftes und zukunftsfähiges Beratungsangebot, das die Kooperation zwischen einem Ärztenetz aus niedergelassenen Ärzten und dem Bonifatius Hospital beschreibt. Ziel ist es, eine Beratung anzubieten, in der Mitarbeitende die Möglichkeit erhalten, Klärungen oder Lösungen für ihr Anliegen zu erhalten – und das kostenfrei. Dabei verläuft die Kommunikation „anonym“, d.h. der Austausch zwischen dem Haus und den niedergelassenen Ärzten zu mitarbeiterbezogenen Themen findet nicht statt. Denn wenn es sich um persönliche oder schambehaftete Themen wie Schulden, (körperliche) Gewalt, etc. handelt, nehmen Mitarbeitende nicht immer eine Beratung direkt von ihrem Arbeitgeber in Anspruch. Bereits vor zwei Jahren hat das Bonifatius Hospital die Initiative „Wertgeschätzt“ gegründet. Die Initiative bietet den Mitarbeitenden aus allen Berufsgruppen und Fachbereichen verschiedene Maßnahmen, wie z.B.: eine Müslibar in der Cafeteria oder ein Seminar zum Thema „Gesünder leben in Wechselschicht“, die das BGM am Standort fördern. Ziel ist es, die physische und psychische Gesundheit zu unterstützen, das Teamgefühl zu fördern und die Führungskräfte zu stärken.

Mentale Gesundheit ist für jeden Arbeitergeber ein wichtiges Thema

In der heutigen Zeit ist es unabdingbar, dass sich Arbeitgeber und vor allem Führungskräfte mit dem Thema mentale Gesundheit auseinandersetzen, um frühzeitig Verhaltensveränderungen bei ihren Mitarbeitenden zu erkennen und entsprechend Unterstützung anbieten zu können. Nicht zuletzt, weil das Thema seit 2013 eine arbeitsschutzrechtliche Pflicht (lautArbSchG) ist, da Arbeitgeber zur Gefährdenbeurteilung im Rahmen der beruflichen Tätigkeit verpflichtet sind. Die Stärkung der mentalen Gesundheit erhöht darüber hinaus den Widerstand von krankmachenden (Arbeits-) Bedingungen. Zur Förderung der mentalen Gesundheit und des Wohlbefindens am Arbeitsplatz sind daher erste Vorsorgemaßnahmen, wie Trainings im Bereich der Führungskräfte- und Teamentwicklung sinnvoll.

Unser Eindruck ist, dass die beschriebenen und sogenannten „weiche Faktoren“ im klinischen Arbeitsalltag als zunehmend wichtiger erkannt werden. Es ist aber auch noch ein weiter Weg zu gehen. Es ist spannend und für uns besonders motivierend, in einer Zeit zu leben, in der Konzepte wie ‚Mentale Gesundheit‘ immer mehr als ganz wesentliche Einflussfaktoren für eine erfolgreiche Arbeitstätigkeit erkannt und belegt werden.

Wie wichtig mentale Gesundheit im klinischen Alltag ist, wird für jeden Arbeitgeber im Gesundheitswesen deutlich, wenn man die Auswirkungen analysiert, die mentale Probleme von Mitarbeitenden mit sich bringen. Nicht nur der gesundheitlich bedingte Arbeitsausfall von Mitarbeitenden bedeutet eine finanzielle Mehrbelastung für das Unternehmen, sondern auch der Anstieg von Fehlerquoten, wodurch Mitarbeiter unzufriedener werden, und die Fluktuation steigt. Gesunde Gründe also, sich mit der unternehmensinternen Förderung der mentalen Gesundheit auseinanderzusetzen.

In den letzten Jahren, in der Pandemiezeit, wurde das Thema der mentalen Gesundheit mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Mentale Gesundheit wird zum Baustein für den Erfolg eines Unternehmens und ist endlich aus dem Schatten der körperlichen Gesundheit getreten (die zweifelsohne ebenso wichtig ist).

Mentale Gesundheit: Was ist das?

Als mental oder psychisch gesund wird ein Zustand des Wohlbefindens definiert, in dem eine Person ihre Fähigkeiten vollkommen ausschöpfen kann. Gewöhnliche Lebensbelastungen können Menschen, die mental gesund, problemlos bewältigen und somit einen produktiven Beitrag am Arbeitsplatz, im Team und in der Gemeinschaft generell leisten. Der Zustand unserer mentalen Gesundheit prägt also unsere Psyche und wirkt sich auf unser Handeln und - daraus folgend – auf unsere Performance im Arbeitsalltag aus. Damit ist die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden eine wertvolle Quelle von Humankapital und trägt ganz erheblich zum Erfolg Ihres Unternehmens bei.

Mental gesund oder nicht: Die Auswirkungen

Die Anzahl der Menschen, die mental erkrankt sind, ist seit der Covid-Pandemie höher als je zuvor. Vor allem Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen nahmen in den letzten zwei Jahren deutlich zu. Während im Jahr 2017 knapp 3,4% der Weltbevölkerung an Depressionen und rund 3,7% an Angststörungen litt, stiegen die Werte durch die Pandemie auf 28, bzw. 27%. Diese Zahlen zeigen: Mentale Gesundheit betrifft immer mehr die ökonomische Zielerreichung. Eine gute psychische Gesundheit ist die Basis, um sich zunächst um sich selbst kümmern zu können, um dann im Team zu performen und schließlich mit anderen Menschen erfolgreich interagieren zu können.

Negativ kann die Gesundheit eines Arbeitnehmers beeinflusst werden, wenn die aus umfangreichen Anforderungen bestehende, modernverdichtete Arbeitswelt zum Beispiel Gefühle von Überforderung oder Entfremdung erzeugt. Zu einer solchen Arbeitsverdichtung haben in den vergangenen Jahren Kostendämpfungsmaßnahmen bei gleichzeitig steigenden Patientenzahlen geführt. So sind die Beschäftigten im Krankenhaus heute vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Dennoch fehlt in den meisten deutschen Krankenhäusern ein systematisiertes Betriebliches Gesundheitsmanagement. Eine Studie der WHO zeigt, dass mangelnde mentale Gesundheit direkten Einfluss auf das gesamte Arbeitsverhalten, von einer eingeschränkten Einsatzbereitschaft über fehlende Motivation und Konzentrationsfähigkeit bis hin zu physischen gesundheitlichen Folgen, hat. Der Ausfall gut eingearbeiteter Fachkräfte kann für Unternehmen demnach teuer werden. Wenn man die entsprechende Erhebung der WHO auf eine Gesundheitseinrichtung mit 1.000 Mitarbeitern herunterbricht, sind das über 200Teammitglieder, die mental nicht gesund sind und dadurch ihre Einsatzfähigkeit beeinträchtigt ist. Bezieht man in diese Analyse den ohnehin bereits eklatanten Fachkräftemangel mit ein, wird die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden zu einemwesentlichen ökonomischen Erfolgsfaktor Ihrer Einrichtung.

Was kann ein Unternehmen also dafür tun, dass es seinen Mitarbeitern gut geht und es eben nicht zu Arbeitsausfällen, Qualitätsminderung und Mitarbeiterfluktuation kommt?

Mentale Dissonanz: Mechanismen zur Erkennung

In der heutigen Gesellschaft werden psychische Erkrankungen häufig als „Leistungsschwäche“ wahrgenommen. Infolgedessen fälltes Mitarbeitenden oft schwer, sich zu einer psychischen Erkrankung zu bekennen. Dies wirkt sich negativ auf Präventions-und Therapiemaßnahmen aus. Als Arbeitgeber ist es wichtig, Unterstützung anzubieten, da es Betroffenen häufig schwerfällt, Hilfe zu suchen und diese anzunehmen.

Insbesondere im klinischen Alltag gibt es (Stress-) Situationen, die Mitarbeitende bewältigen müssen. Kommt dazu noch eine anhaltende Überlastung, belastende Lebenssituation, negative Erfahrungen oder individuelle Veranlagung, kann der Mitarbeitende schnell aus dem psychischen Gleichgewicht geraten. In der Zusammenarbeit äußert sich das oftmals in der Veränderung des Verhaltens. Mögliche Anzeichen einer Überlastung sind vor allem:

Rückzug – Mitarbeitende ziehen sich auffallend zurück, kommunizieren weniger und wirken unsicher.

Müdigkeit - Mitarbeitende wirken ständig übermüdet und antriebslos, möglicherweise wird auch das Äußere vernachlässigt.

Geringes Arbeitstempo – Mitarbeitende erledigen die Arbeit ungewöhnlich langsam. Dadurch können Termine häufig nicht eingehalten werden.

Fehleranfälligkeit – Mitarbeitende wirken fahrig, unkonzentriert und vergesslich. Das Arbeitsergebnis ist häufig fehlerhaft.

Pessimismus – Mitarbeitende sehen alles schwarz und äußern dies auch, sie beteiligen sich jedoch nicht daran, Lösungen zu entwickeln.

Schmerzen –Mitarbeitende klagen über anhaltende körperliche Beschwerden oder Schmerzen, für die auch der behandelnde Arzt keine Erklärung findet (z. B. Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen).

Krankmeldung – Mitarbeitende melden sich häufiger krank. Führungskräfte sind hier ganz besonders gefragt, mögliche Anzeichen für psychische Belastungen zu erkennen und ihren Mitarbeitern frühzeitig Unterstützung zu signalisieren.

Wie kann mentale Gesundheiterlangt und gestärkt werden?

Mentale Gesundheit lässt sich durch folgende Faktorenentwickeln: Akzeptanz für sich selbst und die Teammitglieder schaffen, Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit durch Reflektion schärfen, Offenheit für Veränderungen und einen gesunden Optimismus fördern und die Übernahme von Verantwortung und Partizipation befähigen. Ganz pragmatisch kann Gesundheit beispielsweisedurch die Chance befördert werden, Wertschätzung für bestimmte Leistungen zu erfahren, wie z.B. die Anerkennung zur Teilnahme an überdurchschnittlich vielen Hintergrunddiensten. Gesundheit kann gefördert werden durch den Mut, kreative Ideen von Mitarbeitenden umzusetzen, wie z.B. die Etablierung eines „Großraumbüros“ für die Chefärzte durch die Mitarbeitenden einer Stabsstelle. Mentale Gesundheit kann neben diesen ganz pragmatischen Ansätzen auch systematisch durch ein Führungskräfte- oder Teamtraining (z.B. im Rahmen des BGM) gefördert werden. Das Ziel entsprechender Workshops mit den Führungskräften ist es, sie für das Thema der mentalen Gesundheit am Arbeitsplatz zu sensibilisieren. Durch Workshops zum Teamtraining wird die Basis für ein gesundes und erfolgreiches Arbeiten im Team entwickeln. Hier ist es das Ziel, Kenntnisse und Selbststeuerungsfähigkeiten des Einzelnen zu unterstützen, die Kraft der Gruppe, also die Zusammenarbeit und das gemeinsame Nachdenken über die Ausgestaltung des Arbeitsumfeldes zu stärken. Als unterstützende Instrumente dienen in den Workshops und Seminaren beispielsweise die Verhaltens- und Persönlichkeitsmodelle DiSG® und LUXXprofile. Im Rahmen dieser Teamentwicklung können sowohl im Training als auch im täglichen Miteinander wesentliche Bedingungen im Umgang mit Kollegen und Patienten in Form einer „Werte-Kultur“ etabliert werden.

Als Ergebnis der Workshops werden die Mitarbeitenden gefördert, lösungsorientiert, leistungsbereit und kreativ zu sein, um aus schwierigen Situation Schlüsse ziehen und daraus lernen zu können. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist es, die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit sowie Empathie im Team zu stärken. Im Kern geht es darum, durch bessere Zusammenarbeit Arbeitszufriedenheit und mentale Gesundheit zu stärken und damit die medizinische Qualität weiter zu erhöhen.

Lösungsansätze: Best Practice Beispiel aus dem Bonifatius Hospital Lingen

Aus Sicht der Arbeitgeber bieten sich regelmäßige Angebote, u.a. im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, zum Thema mentale Gesundheit an. Diese rücken das Themaregelmäßig in den Fokus, fördern die Akzeptanz im Unternehmen und unterstützen Mitarbeitende in (Stress-) Situationen sowie bei mentalen Problemen. Ein Krankenhaus, das als Vorbild vorangeht, ist das Bonifatius Hospital in Lingen. Mit-Initiator ist Herr Jens Eilers, Personalleiter des Krankenhausverbundes mit vier Krankenhäusern in Niedersachsen, der das Konzept „genial Lotse“ ins Leben gerufen hat. Dahinter steckt ein ausgereiftes und zukunftsfähiges Beratungsangebot, das die Kooperation zwischen einem Ärztenetz aus niedergelassenen Ärzten und dem Bonifatius Hospital beschreibt. Ziel ist es, eine Beratung anzubieten, in der Mitarbeitende die Möglichkeit erhalten, Klärungen oder Lösungen für ihr Anliegen zu erhalten – und das kostenfrei. Dabei verläuft die Kommunikation „anonym“, d.h. der Austausch zwischen dem Haus und den niedergelassenen Ärzten zu mitarbeiterbezogenen Themen findet nicht statt. Denn wenn es sich um persönliche oder schambehaftete Themen wie Schulden, (körperliche) Gewalt, etc. handelt, nehmen Mitarbeitende nicht immer eine Beratung direkt von ihrem Arbeitgeber in Anspruch. Bereits vor zwei Jahren hat das Bonifatius Hospital die Initiative „Wertgeschätzt“ gegründet. Die Initiative bietet den Mitarbeitenden aus allen Berufsgruppen und Fachbereichen verschiedene Maßnahmen, wie z.B.: eine Müslibar in der Cafeteria oder ein Seminar zum Thema „Gesünder leben in Wechselschicht“, die das BGM am Standort fördern. Ziel ist es, die physische und psychische Gesundheit zu unterstützen, das Teamgefühl zu fördern und die Führungskräfte zu stärken.

Mentale Gesundheit ist für jeden Arbeitergeber ein wichtiges Thema

In der heutigen Zeit ist es unabdingbar, dass sich Arbeitgeber und vor allem Führungskräfte mit dem Thema mentale Gesundheit auseinandersetzen, um frühzeitig Verhaltensveränderungen bei ihren Mitarbeitenden zu erkennen und entsprechend Unterstützung anbieten zu können. Nicht zuletzt, weil das Thema seit 2013 eine arbeitsschutzrechtliche Pflicht (lautArbSchG) ist, da Arbeitgeber zur Gefährdenbeurteilung im Rahmen der beruflichen Tätigkeit verpflichtet sind. Die Stärkung der mentalen Gesundheit erhöht darüber hinaus den Widerstand von krankmachenden (Arbeits-) Bedingungen. Zur Förderung der mentalen Gesundheit und des Wohlbefindens am Arbeitsplatz sind daher erste Vorsorgemaßnahmen, wie Trainings im Bereich der Führungskräfte- und Teamentwicklung sinnvoll.

Unser Eindruck ist, dass die beschriebenen und sogenannten „weiche Faktoren“ im klinischen Arbeitsalltag als zunehmend wichtiger erkannt werden. Es ist aber auch noch ein weiter Weg zu gehen. Es ist spannend und für uns besonders motivierend, in einer Zeit zu leben, in der Konzepte wie ‚Mentale Gesundheit‘ immer mehr als ganz wesentliche Einflussfaktoren für eine erfolgreiche Arbeitstätigkeit erkannt und belegt werden.

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